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Der beliebte Kleinroller 50 von Simson sollte von einem zweisitzigen Modell mit höheren Fahrleistungen abgelöst werden, wobei der gute Wetterschutz erhalten bleiben sollte. Auf dieser Basis begannen die Entwicklungen des KR 51 "Schwalbe", der 1963 zur Serienreife gelangte. Anordnung des Triebwerkes vorn und die großen Räder blieben erhalten, womit die Schwalbe mehr bot als ein klassischer Roller. Da die Mittel zur Anfertigung neuer Tiefziehwerkzeuge fehlten [1], musste die Blechform des Vorläufers zum Teil weiterverwendet werden. Daraus erklärt sich, weshalb sich die damals angesagte Trapezlinie an der Schwalbe nicht wiederfand. So haftete ihr von Beginn an etwas altmodisches an. Über diesen Kompromiss sah man jedoch hinweg, da trotz allem ein formschönes Gesamtbild erzielt wurde, woran nicht zuletzt der sehr gut gestaltete vordere Kotflügel beteiligt war. Deutliche Fortschritte brachte der von Simson neu entwickelte Motor. Mit einer Leistung von 3,4 PS und 3 Gängen bot er ausreichende Leistungsreserven für den Soziusbetrieb. Dem entsprechend wurde die Schwalbe mit einer Doppelsitzbank ausgestattet. Ursprünglich (Lastenheft 1962) war der Typ KR 51 als Kleinkraftrad ohne Geschwindigkeitsbegrenzung konzipiert und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 68 km/h ausgelegt. Damit sollte – dem damaligen Weltstandsvergleich folgend – ein auch im Westen konkurrenzfähiges Kleinkraftrad geschaffen werden. Nach Verhandlungen mit den zuständigen Ministerien wurde die Geschwindigkeit jedoch 1963 auf 60 km/h begrenzt. Die Drosselung erfolgte über eine Änderung der Übersetzung im dritten Gang. Dem Motor war mit seiner relativ langhubigen Auslegung jedoch auch in Serienausführung noch anzumerken, worauf die Entwicklung ursprünglich abzielte. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h wurde problemlos erreicht und überschritten. Dafür fehlte es ihm in mittleren und tiefen Drehzahlen an Kraft, was jedoch erst rückblickend betrachtet als Manko auffällt, wenn man mit den späteren Motoren vergleicht. In zeitgenössischen Testberichten wurde die Durchzugskraft positiv bewertet.


Nach diversen zum Teil zweifarbig lackierten Prototypen wurde 1963 eine Nullserie gefertigt. Produktionsbeginn der Serie war Januar 1964, wobei die Auslieferung der Fahrzeuge aufgrund von fehlendem Material – insbesondere einem bauartgenehmigten Rückstrahler – mehrmals gestoppt werden musste. Ab April 1964 erfolgte dann eine regelmäßige Auslieferung. Damit war die Schwalbe das erste in Serie gefertigte Modell der neuen Vogelserie von Simson. Die Neuvorstellung erfolgte in der KFT in der Ausgabe 2/1964, zwei Monate später wurde die erste Beurteilung veröffentlicht.


  1. KFT 4/1964, S.147

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